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guckloch-Kino "Das Mädchen, das lesen konnte"

Mo, 11. März 2019
20:00 Uhr
Das Datum dieser Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Im Voraus läuft der Kurzfilm "Hase und Igel".
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Beschreibung
Filmplakat "Das Mädchen das lesen konnte"
  
Frankreich 2017
 
Regie: Marine Francen
Drehbuch: Marine Francen, Jaqueline Surchat, Jacques Fieschi
Bildgestaltung: Alain Duplantier
Musik: Frederic Vercheval
Montage: Minori Akimoto
Produktion: Sylvie Pielot
Darsteller: Pauline Burlet, Alban Lenoir, Geraldine Pailhas, Franciose Lebrun, Iliana Zabeth

83 Minuten
 
Original mit Untertitel (Französisch)
 
FSK ab 12
 
Festivals und Preise
San Sebastián 2017: New Directors Award
 
2006 kam es in Frankreich zu einer literarischen Sensation, als ein kleiner Verlag ein schmales Buch veröffentlichte, welches die Erinnerungen von Violette Ailhaud beinhaltete. Violette hatte das Manuskript bereits 1919 verfasst und danach ihrem Anwalt übergeben, mit dem Wunsch, dass dieser den Text im Jahr 1952 ihren Nachfahren übergeben solle. Sie selbst starb 1925.
 
Wie oben bereits erwähnt, fand das Manuskript seinen Weg zu einem Kleinverlag und wurde durch Mundpropaganda zu einem großen Erfolg. So interessant, wie die Geschichte des Manuskripts, so interessant ist auch dessen Inhalt. Violette Ailhaud erinnert sich an Ereignisse aus dem Jahr 1852, als Soldaten Napoleons ihr kleines Dorf in den Pyrenäen heimsuchten und alle Männer mitnahmen.
 
Die Frauen waren von da an auf sich allein gestellt und übernahmen sämtliche Arbeiten. Doch gab es ein weiteres Problem. Da alle Männer fort waren, war die Befürchtung groß, dass die Gemeinschaft nach und nach untergehen würde. Also schlossen die Frauen einen Pakt: sollte jemals ein Mann in ihr Dorf kommen, so sollte er allen gehören.
 
Aus dieser genauso tragischen wie einzigartigen Geschichte schuf die Regisseurin Marine Francen 2017 einen kleinen, doch sehr beeindruckenden Film, eine Miniatur, die genauso kunstvoll wie feinfühlig in Szene gesetzt ist. Le Semeur, so der Titel des Films, erregte bereits bei vielen Filmfestivals großes Aufsehen, und Marine Francen erhielt für ihr Debut den New Directors Award.
 
Der Film hält sich sehr an die Vorlage. Francen webt daraus eine sanfte Liebesgeschichte, die durch die wunderbare Kameraarbeit von Alain Duplantier zu einem kunstvollen Genuss wird. Farben und Beleuchtung lehnen sich am Realismus an, der damals, Mitte des 19. Jahrhunderts, die Kunst prägte, wobei sich Duplantier vor allem an den Gemälden von Jean-François Millet orientiert. Dessen berühmtes Werk „Der Sämann“ lieferte auch den Titel für Marine Francens Film.
 
Le Semeur beschäftigt sich intensiv mit seinen Figuren und geht dabei auch auf politische und soziologische Aspekte ein, was durchaus wichtig ist, entwickeln die Frauen in dem kleinen Dorf doch ein eigenes, neuartiges Gesellschaftssystem, um überleben zu können. Immer wieder schimmert dabei ein sanfter Humor durch, der dem Film eine zusätzliche interessante Note verleiht. Das Mädchen, das lesen konnte ist eine wahre cineastische Entdeckung.
  
Zusammengestellt von Max Pechmann.
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Veranstaltungsort
CineBaar Kino Donaueschingen
Friedhofstraße
Altes Kasernenkino
Gebäude 008
78166 Donaueschingen
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Kosten
Eintritt: 5,00 €/3,50 € ermäßigt/4,00 € Mitglieder
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Hinweise
Weitere Informationen sind auch unter www.guckloch-kino.de erhältlich.

  • Diese Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt
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Veranstalter
guckloch Kino e.V. in Kooperation mit der Stadt Donaueschingen
und in Kooperation mit dem Frauenforum.
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