Rathausplatz, Foto: R. Brunner

Stadtnachricht

  • Facebook Like Button Datenschutz: Warum zweimal klicken? Der erste Klick aktiviert die Schaltfläche, mit dem zweiten Klick werden die Nutzungsbedingungen von Facebook akzeptiert und die Verbindung hergestellt.
  • Twitter Share Button Datenschutz: Warum zweimal klicken? Der erste Klick aktiviert die Schaltfläche, mit dem zweiten Klick werden die Nutzungsbedingungen von Twitter akzeptiert und die Verbindung hergestellt.

Zukunftsfähige Trinkwasserversorgung für Donaueschingen


Donaueschingen befindet sich in der glücklichen Lage, über eine komplett selbständige Wasserversorgung zu verfügen, die im Wesentlichen über den Tiefbrunnen Gutterquelle bei Allmends-hofen gedeckt wird. „Dies ist ein Umstand, um den uns viele Gemeinden beneiden“, ist sich Oberbürgermeister Erik Pauly sicher. „Dank der Gutterquelle ist Donaueschingen im Bereich der Wasserversorgung bestens aufgestellt. Neben ihrer sehr guten Wasserqualität zeichnet sie sich vor allem durch ihre hohe Wasserschüttung aus, die den tatsächlichen Wasserbedarf um das Vielfache deckt,“ so das Stadtoberhaupt weiter.
 
Dabei ist sich die Stadt darüber im Klaren, dass auch bei einer perfekten Wasserversorgung immer etwas passieren kann. So wird in der Nähe der Gutterquelle zur B27 und der Bahnlinie, auf der auch Gefahrengut transportiert wird, ein Gefährdungspotential gesehen. „Mit Glück werden wir so etwas nie erleben, aber theoretisch wäre auf der Bahnstrecke ein Chemie-Unfall möglich, der eine Verunreinigung der Gutterquelle zur Folge hätte“, erläutert der Leiter des Eigenbetriebs Wasserversorgung, Kai Baudis, die Situation. Die Stadt verfolgt deshalb bereits seit längerem das Ziel, parallel zur Trinkwasserversorgung über die Gutterquelle, eine völlig eigenständige Ersatzversorgung aufzubauen, die bei einem Ausfall der Gutterquelle über einen längeren Zeitraum die Donaueschinger Wasserversorgung gewährleistet.
 
2012 wurde hierzu ein Strukturgutachten mit verschiedenen Lösungsmöglichkeiten erstellt. Zentrales Ergebnis dieses Gutachtens war die Schaffung eines Ersatzbrunnens auf dem Gewann Ruckhalde. Um das Wasserpotential in diesem Bereich genauer festzulegen, wurden 2015 Erkundungsbohrungen vorgenommen. „Es war eine große Herausforderung, diese Probebohrung durchzuführen“, erinnert sich Oberbürgermeister Pauly, „aber letztendlich war sie erfolgreich und konnte belegen, dass am gewählten Standort Wasser in guter Qualität gefördert werden kann.“ Aktuell wird der Probebrunnen zu einem Produktionsbrunnen ausgebaut. Nach Abschluss der Bohrarbeiten finden eine Reihe von Pumpversuchen statt, um die Wasserschüttung des Brunnes zu testen. Dabei blickt Kai Baudis optimistisch in die Zukunft: „Die Chancen stehen gut, dass die Schüttung von 50 Litern pro Sekunde erreicht wird, die benötigt wird, um die Wasserversorgung der Stadt im Notfall zu gewährleisten. Die vorläufigen Ergebnisse weisen auf ein ausreichendes Wasservorkommen hin.“
 
Die Hauptarbeit in den kommenden drei Jahren wird dann die Verlegung einer rund 2,7 km langen Versorgungsleitung vom Standort Ersatzbrunnen durch das Gewerbegebiet, unter der Bahntrasse, der Bundesstraße und der Breg hindurch zur Gutterquelle sein, sowie der Bau des Brunnengebäudes mit der dazugehörigen Technik und die Einbindung in das bestehende Wasserwerk Gutterquelle.
 
 
Nach Abschluss aller Arbeiten wird das Wasser des Ersatzbrunnens konstant dem im Wasserwerk Gutterquelle aufbereiteten Rohwasser beigemischt; voraussichtlich in einer Größenordnung von 10 bis 20%. Dadurch wird gewährleistet, dass sich der Ersatzbrunnen weder zusetzt, noch verkeimt und jederzeit betriebsbereit ist.
 
Für die vorgesehene Ersatzversorgung wird die Stadt Donaueschingen über den Eigenbetrieb Wasserversorgung rund 3,7 Millionen Euro investieren. Eine Investition die sich lohnt, ist sich Oberbürgermeister Erik Pauly sicher: „Mit der Schaffung des zweiten Standbeins in Form des Ersatzbrunnens Ruckhalde wird die Wasserversorgung Donaueschingen für künftigen Generationen gesichert und die Versorgungssicherheit auch im Falle einer größeren Verunreinigung der Gutterquelle gewährleistet. Das Projekt ist eine echte Katastrophenvorsorge.“
 
 
 
 
Zufriedene Gesichter beim Baubeginn des Förderbrunnens der Donaueschinger Trinkwasser-Ersatzversorgung von links: Oliver Krohn und Michael Pohl (Baufirma Abt Wasser- und Umwelttechnik GmbH), Kai Baudis, (Betriebsleiter Eigenbetrieb Wasserversorgung), Gerd Schill (Fritz Planung GmbH), Georg Zoller (Kaufmännischer Leiter Eigenbetrieb Wasserversorgung), Oberbürgermeister Erik Pauly und Bürgermeister Severin Graf.

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass unsere Dienste Cookies verwenden. Mehr erfahren OK