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Veranstaltung

guckloch-Kino "Capernaum - Stadt der Hoffnung"

Mo, 27. Mai 2019
20:00 Uhr
Das Datum dieser Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Im Voraus läuft der Kurzfilm "Hundeleben".
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Beschreibung
Capernaum – Stadt der Hoffnung
 
Libanon/USA 2018
 
Regie
Nadine Labaki
Drehbuch
Nadine Labaki, Jihabd Hojeily, Michelle Keserwany
Kamera
Christopher Aoun
Musik
Khaled Mouzanar
Schnitt
Kontantin Bock, Laure Gardette
Produktion
Khaled Mouztanar, Michel Merkt
Darsteller
Zain Al Rafeea, Yordanos Shiferaw, Boluwatife Treasure Bankole
 
120 Minuten
OmU (Arabisch, Amharisch)
 
FSK
ab 12
 
Zain (Zain Al Rafeea) ist gerade einmal zwölf Jahre alt. Zumindest wird er auf dieses Alter geschätzt. Der Junge hat keine Papiere und die Familie weiß auch nicht mehr genau, wann er geboren wurde. Nun steht er vor Gericht und verklagt seine Eltern, weil sie ihn auf die Welt gebracht haben, obwohl sie sich nicht um ihn kümmern können. Dem Richter schildert er seine bewegende Geschichte: Was passierte, nachdem er von zu Hause weggelaufen ist und bei einer jungen Mutter aus Äthiopien Unterschlupf fand und wie es dazu kam, dass er sich mit ihrem Baby mittellos und allein durch die Slums von Beirut kämpfen musste. Ein Kind klagt seine Eltern an und mit ihnen eine ganze Gesellschaft, die solche Geschichten zulässt. "Capernaum" ist eine Beschreibung biblischen Ursprungs, die sich vor allem im Arabischen und Französischen als Bild für einen Ort voller Chaos und Unordnung etabliert hat. Einen solchen Ort zeigt die libanesische Regisseurin Nadine Labaki (Caramel) in ihrer hochemotionalen Fabel. In visuell eindrucksvollen Kinobildern erzählt Capernaum – Stadt der Hoffnung von den abenteuerlichen Lebensumständen jener, die von einem besseren Leben träumen, aber in unserer Welt keine Chance haben. Mitreißend inszeniert legt Nadine Labaki die Mechanismen unglaublicher, sozialer Ungerechtigkeit offen und gibt denen eine Stimme, die im Schatten leben, oft ohne Ausweispapiere und Arbeitsmöglichkeiten. Ein Film von großer Empathie und Menschlichkeit. „Kannte man Labaki bislang eher als Regisseurin für charmantes Wohlfühlkino („Caramel“), geht sie dieses Mal emotional durchaus ans Eingemachte. Mit unglaublicher Wahrhaftigkeit zeichnet sie ein ebenso genaues wie erschütterndes Bild vom Elend ärmster Slums. Obwohl sie keinen Hehl daraus macht, es mit „Capernaum – Stadt der Hoffnung“ eher auf die Gefühle als den Intellekt des Publikums abgesehen zu haben, driftet sie nicht in süßlichen Kitsch ab.
»Das liegt am humanistischen Blick ihrer Inszenierung auf dezidiert libanesische, aber doch auch universelle Armuts- und Flüchtlingsschicksale ebenso wie an den bemerkenswerten schauspielerischen Leistungen, zu denen Labaki ihre Laiendarsteller anleitet. Zain Al Rafeea, der unter ähnlichen Umständen im Libanon lebte, bevor er kürzlich nach Europa einreisen durfte, ist jedenfalls ein Leinwandheld, den man lange nicht vergisst« (Südkurier vom 13.1.2018).
Capernaum – Stadt der Hoffnung wurde beim Filmfestival in Cannes minutenlang mit stehenden Ovationen gefeiert und gewann den Preis der Jury und den Preis der Ökumenischen Jury. Der Film ist für den Oscar als bester nicht-englischsprachiger Film nominiert.

Zusammengestellt von Klaus Pfaehler.
Quellen: Alamode Film, Südkurier
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Veranstaltungsort
CineBaar Kino Donaueschingen
Friedhofstraße
Altes Kasernenkino
Gebäude 008
78166 Donaueschingen
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Kosten
Eintritt: 5,00 €/3,50 € ermäßigt/4,00 € Mitglieder
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Hinweise
Weitere Informationen sind auch unter www.guckloch-kino.de erhältlich.

  • Diese Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt
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Veranstalter
guckloch e.V. in Kooperation mit dem Kulturamt Donaueschingen
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