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Veranstaltung

guckloch-Kino "Lady Bird"

Lady Bird; Bild: Universal Pictures
Mo, 29. Juni 2020
20:00-22:00 Uhr
Das Datum dieser Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Im Voraus läuft der Kurzfilm "Faultier".
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Beschreibung
Lady Bird
 
USA 2017
 
 
Regie & Buch
Greta Gerwig
Bildgestaltung
Sam Levy
Musik
Jon Brion
Montage
Nick Houy
Produktion
Scott Rudin, Eli Bush
Darsteller
Saoirse Ronan, Laurie Metcalf, Tracy Letts, Lucas Hedges
95 Minuten
 
Omu (Englisch)
 
FSK
ab 0
 
Festivals &Preise:
Academy Awards (Oscar) 2018: 5 Nominierungen – Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste Haupt- & Nebendarstellerin
sowie 119 weitere internationale Filmpreise
 
Mit ihrem Teenagerfilm Lady Bird ist Regisseurin Greta Gerwig ein sehr persönlicher und origineller Blick auf eine ungewöhnlich intensive Mutter-Tochter-Beziehung gelungen, voller emotionaler Konflikte, aber auch voller Komik. Die 17-jährige Christine McPherson, die sich selbst den Namen „Lady Bird“ gegeben hat, besucht die katholische High School im kalifornischen Sacramento und rebelliert mit Leidenschaft und Dickköpfigkeit gegen die Enge ihres Elternhauses. Der Film schildert ihr letztes Jahr auf der High School, bevor Christine an die Universität wechselt.
 
Lady Bird sei durchaus auch von ihrem eigenen Leben beeinflusst, sagt die Regisseurin: »Ich bin in Sacramento aufgewachsen und liebe die Stadt. Mein erster Impuls, diesen Film zu machen, war daher eine Liebeserklärung an einen Ort, der für mich erst wirklich in den Fokus geriet, nachdem ich ihn verlassen hatte. Denn die Tiefe der eigenen Empfindungen für das Zuhause zu begreifen, ist noch einigermaßen schwierig, wenn man 16 Jahre alt und davon überzeugt ist, dass das echte Leben woanders stattfindet. Keines der Ereignisse in Lady Bird hat exakt so stattgefunden. Aber dem Film wohnt ein wahrer Kern inne, was Themen wie Zuhause, Kindheit und Aufbruch angeht.«
 
Lady Bird dreht sich aber nicht nur um die Frage, was es heißt, erwachsen zu werden. Nicht zufällig ist die Handlung im Jahr 2002 angesiedelt, also ein Jahr nach den Anschlägen vom 11. September, als »Amerikas Transformation begonnen hat und viele ihre Selbstgewißheit und ihr Selbstwertgefühl verloren haben«, wie es in einer Kritik im „Filmdienst“ hieß. »Damals begann eine ganz neue Ära, was wir erst jetzt nach und nach begreifen«, sagte Greta Gerwig in einem Interview. »Wir durchlebten die Aushöhlung der Mittelschicht. Es entstand eine neue ökonomische Landschaft, in der wir bis heute noch leben. Auch die Irakinvasion ist mir noch sehr lebhaft in Erinnerung, auch wenn ich – anders als Lady Bird – damals schon im College war. (…) Mich interessierte diese moderne Art des medial übertragenen Krieges, seine Propaganda-Mechanismen und die Theatralik. Die Tatsache, dass der Horror einerseits in unmittelbarer Reichweite verfügbar und gleichzeitig mühelos auf Distanz zu halten ist. Der Terror des Krieges und die Unsicherheit des Arbeitsmarkts auf der einen Seite, Verliebt sein und Freundschaften auf der anderen. Beides prägt Lady Birds Leben, denn in der Realität lassen sich solche Themen ja nicht voneinander trennen. Weltgeschichte und Privatleben finden eben gleichzeitig statt.«
 
Obwohl der Film in den deutschen Medien hervorragende Kritiken erhalten hat, kam er 2018 nur auf rund 222.000 Zuschauer in den deutschen Kinos, was nicht eben viel ist. Klar, es war nur ein weiterer Film über das Erwachsenwerden, aber eben doch ein besonderer. In „epd Film“ schrieb Alexandra Seitz, die Regisseurin habe »mit Saoirse Ronan in der Titelrolle und Laurie Metcalf in der Rolle der Mutter zwei echte Glücksgriffe getan und Schauspielerinnen verpflichtet, denen es hervorragend gelingt, das traditionell konfliktträchtige Verhältnis zwischen Mutter und Tochter facettenreich, dabei doch immer glaubwürdig und einnehmend darzustellen.« Und im „Filmdienst“ urteilte Franz Everschor, Lady Bird besitze »einen wunderbaren Tonfall, der im Filmschaffen selten geworden ist. Er ist liebevoll, weise, heiter und zärtlich, alles zur selben Zeit und selbst in Szenen der Konfrontation und des Konflikts, die keineswegs selten sind.«
 
Klaus Peter Karger
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Veranstaltungsort
CineBaar Kino Donaueschingen
Friedhofstraße
Altes Kasernenkino
Gebäude 008
78166 Donaueschingen
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Kosten
Eintritt: 6,00 €, Mitglieder: 5,00€, Schüler: 4,00€
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Hinweise
Aufgrund der Coronabestimmungen können derzeit nur bis zu 55 Personen eine Vorstellung besuchen, erscheinen Sie deshalb besonders pünktlich.

Weitere Informationen sind auch unter www.guckloch-kino.de erhältlich.

  • Diese Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt
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Veranstalter
guckloch Kino e.V. in Kooperation mit der Stadt Donaueschingen
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