Nach Beschluss des Gemeinderats am 26. März 2019 hat die Stadt Donaueschingen einen nichtoffenen Realisierungswettbewerb für den Neubau der Realschule im Konversionsgebiet ausgelobt. 17 Architekturbüros haben Wettbewerbsarbeiten eingereicht. Die Sitzung des Preisgerichts fand am 27. November 2019 statt. Die Wettbewerbsarbeiten wurden, gemäß den Richtlinien für Planungswettbewerbe RPW 2013, für die Preisgerichtssitzung anonymisiert.

Das fachlich und sachlich kompetente Preisgericht tagte unter dem Vorsitz von Herrn Prof. Mathias Hähnig und wurde von verschiedenen Sachverständigen – auch unter Beteiligung der Schulleitung der Realschule - unterstützt. Die Vorprüfung wurde durch die Atrium Pro-jektmanagement GmbH, Reutlingen, durchgeführt.

Die 17 Arbeiten wurden nach den vom Gemeinderat mit der Auslobung beschlossenen Kriterien bewertet. Folgende Fragen waren von Bedeutung

  • Wie ist die Haltung zum Bürgerpark / Weiterführung des Parks, die formulierte Identität im Rahmenplan?
  • Ist die Schule Teil des Parks?
  • Wie wird mit dem Höhenvorsprung, der Topographie zwischen Grünachse und Bürgerpark umgegangen?
  • Wie ist das städtebauliche Konzept? Wie wird die Grünfläche von Norden nach Süden weitergeführt? Wie erfolgt die Einbindung in bestehende Nachbarschaften?
  • Wie ist die Adressbildung für die Schule und für die Sporthalle?
  • Öffentliche Erreichbarkeit / Eingangssituation / Schnittstelle öffentlicher Raum?
  • Schule als öffentliches Gebäude? Zugang für Sonderräume, öffentliche Erreichbarkeit?
  • Innere Erschließung, Struktur und Orientierung?
  • Ist die Mensa das Herz der Schule?
  • Die Cluster sollten als gutes Funktionsmodul ausgebildet sein.
  • Wie ist die Qualität der Verkehrsflächen, der inneren Erschließung?
  • Innenraumqualitäten, Belichtung und Raumproportionen
  • Belichtung, Funktionalität Sporthalle

Intensiv diskutiert und beurteilt wurde unter folgenden Kriterien

  • Städtebauliche und freiräumliche Qualität.
  • Architektonische und gestalterische Qualität.
  • Erfüllung von funktionalen und inhaltlichen Anforderungen der Auslobung.
  • Wirtschaftlichkeit (anhand von Kenn- und Planungsdaten)
  • Ökologische Anforderungen und Umweltverträglichkeit.


Nach zwei Wertungsrundgängen blieben vier Arbeiten in der engeren Wahl. Diese Arbeiten wurden schriftlich beurteilt. Nach intensiver Diskussion wurden die Preise nach einstimmigem Beschluss wie folgt vergeben

  • Tarnzahl 1015 (1. Preis)
    ARGE a | sh architekten sander.hofrichter architekten GmbH, hofmann_röttgen Landschaftsarchitekten BDLA, Ludwigshafen
  • Tarnzahl 1012 (3. Preis)
    Behnisch Architekten Part. mbB, Stuttgart
  • Tarnzahl 1009 (3. Preis)
    Harter+Kanzler & Partner PartG mbB, Freiburg mit AG Freiraum Landschaftsarchitekten PartG mbB, Freiburg
  • Tarnzahl 1001 (4. Preis)
    Muffler Architekten Freie Architekten BDA/DWB, Tuttlingen

Das Preisgericht hat bewusst zwei dritte Preise vergeben, um die Qualität des Preisträgers hervorzuheben.

Auszüge der Wettbewerbsarbeiten 1. Preis bis 4. Preis
Protokoll der Preisgerichtssitzung