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Donauquelle, Copyright: Stadtverwaltung Donaueschingen, Fotograf Tobias Raphael Ackermann

Die Donauquelle IN DONAUESCHINGEN- Quelle EUROPAS

Geburtsort der Jungen Donau

Die welt­be­kann­te Do­nau­quel­le, das Herz­stück der Stadt Do­nau­eschin­gen am Ur­sprung der Donau, ist das Aus­flugs­ziel für Be­su­cher aus nah und fern und ein Muss für jeden Do­nau­lieb­ha­ber. Die Quel­le be­fin­det sich in Do­nau­eschin­gen im Schloss­park zwi­schen Stadt­kir­che Sankt Jo­hann, Fürst­lich Fürs­ten­ber­gi­schem Schloss und in Reich­wei­te der Mar­tins­ka­pel­le. Was hier aus der Erde spru­delt ist Re­gen­was­ser aus dem Schwarz­wald, das in der Erde ver­si­ckert, un­ter­ir­disch bis zum Schwarz­wald­rand fließt und in Do­nau­eschin­gen als Quel­le der Donau wie­der ans Ta­ges­licht kommt.

Wie Per­len stei­gen klei­ne Was­ser­bläs­chen im Quell­topf empor - ein fas­zi­nie­ren­des Schau­spiel, das zum Zau­ber die­ses ma­le­ri­schen Ortes in Do­nau­eschin­gen bei­trägt. Über der Do­nau­quel­le wacht die "Mut­ter Baar" in einer 1896 durch Adolf Heer ge­schaf­fe­nen Skulp­tu­ren­grup­pe. Sie weist ihrer Toch­ter, der Jun­gen Donau, den Weg in Rich­tung Osten.

Die Do­nau­quel­le ist eine von meh­re­ren Karst­auf­stoß­quel­len im um­lie­gen­den Schloss­park. Das hier ent­sprun­ge­ne Quell­was­ser nimmt als Do­nau­bach un­ter­ir­disch sei­nen Lauf durch den Schloss­park und fließt in 100 Meter Ent­fer­nung beim Do­nau­tem­pel in die Bri­gach. Von hier macht sich die Donau auf ihre lange Reise bis zum Schwar­zen Meer.

Gruppe an der Donauquelle, Foto: Heinz Bunse

Ursprung des europäischen Donauraums

Die Donau ist der zweit­längs­te Fluss Eu­ro­pas und durch­fließt auf ihrer über 2.800 Ki­lo­me­ter lan­gen Reise von West nach Ost ganze zehn Län­der - so viele wie kein an­de­rer Fluss auf der Erde. So ver­bin­det die Donau Men­schen un­ter­schied­li­chen kul­tu­rel­len Hin­ter­grunds, mit ver­schie­de­nen Spra­chen, Bräu­chen und Tra­di­tio­nen. Als eu­ro­päi­sche Le­bens­ader prägt sie seit der An­ti­ke das Leben der Men­schen, die sich an ihren Ufern nie­der­lie­ßen. Zwi­schen Schwarz­wald und Schwar­zem Meer knüpft die Donau ein Band, das die Men­schen zu­sam­men­bringt und immer wie­der auch zur Suche nach dem Ur­sprung in­spi­riert. Noch heute ist der Be­such der Do­nau­quel­le in Do­nau­eschin­gen für viele Be­su­cher aus den Do­nau­an­rai­nern ein be­we­gen­der Mo­ment, der mit vie­len Emo­tio­nen ver­bun­den ist.

Ein alter Brauch ist es, eine Münze über die Schul­ter hin­weg in den Quell­topf zu wer­fen. Wün­sche sol­len hier­durch in Er­fül­lung gehen und zu­gleich be­wir­ken, dass man eines Tages nach Do­nau­eschin­gen zu­rück­keh­ren werde. We­ni­ge hun­dert Meter ent­fernt, am Rande des Schloss­parks, be­fin­det sich der Zu­sam­men­fluss von Bri­gach und Breg. Von der In­nen­stadt aus ist die­ser mit einem ge­müt­li­chen Spa­zier­gang ent­lang der Bri­gach und vor­bei am Fürst­lich Fürs­ten­ber­gi­schen Schloss und einem Be­such der Mar­tins­ka­pel­le er­reich­bar. Wie schon der alte Merkspruch "Bri­gach und Breg brin­gen die Donau zu Weg" an­deu­tet, ist die Donau von hier ab als Fluss wahr­nehm­bar.

Bis 2020 fin­det hier eine um­fas­sen­de Re­na­tu­rie­rungs­maß­nah­me der bei­den Zu­flüs­se statt, die den Mün­dungs­be­reich der Donau und die um­lie­gen­de Au­en­land­schaft nicht nur öko­lo­gisch auf­wer­tet, son­dern auch nach­hal­tig zur Auf­ent­halts­qua­li­tät bei­trägt.

Radfahrer am Donaurelief auf dem Vorplatz zur Donauquelle

Die Geschichte ist Namensgeberin

Die his­to­ri­sche Be­deu­tung der Do­nau­quel­le in Do­nau­eschin­gen wird an zahl­rei­chen Quel­len er­sicht­lich, die bis in die rö­mi­sche An­ti­ke zu­rück­rei­chen. Das äl­tes­te Zeug­nis ver­weist auf das Jahr 15 vor Chris­tus,  als der rö­mi­sche Feld­herr und spä­te­re Kai­ser Ti­be­ri­us vom Bo­den­see gen Nor­den ritt und dort "nach einer Ta­ges­rei­se die Quel­len der Donau" fand. Auch in zahl­rei­chen mit­tel­al­ter­li­chen Chro­ni­ken und Kar­ten fin­den sich Hin­wei­se auf die Do­nau­quel­le in Do­nau­eschin­gen. In der 1544 ver­öf­fent­lich­ten Cos­mo­gra­phia des Se­bas­ti­an Müns­ter wird die Do­nau­quel­le kar­to­gra­phisch prä­zi­se ver­or­tet. Zu jener Zeit ist die Orts­be­zeich­nung Do­nau­eschin­gen für das 889 erst­mals ur­kund­lich er­wähn­te "Eschin­gen" be­reits ge­läu­fig.

Die Dar­stel­lung der Quel­le weicht je­doch von der heu­ti­gen, run­den Ein­fas­sung ab. Tat­säch­lich war sie jahr­hun­der­te­lang le­dig­lich durch eine ein­fach vier­ecki­ge Um­maue­rung ge­fasst. Der ent­sprin­gen­de Do­nau­bach floss in frei­em Lauf am Fürst­li­chen Schloss vor­bei und ver­ei­nig­te sich wei­ter öst­lich mit den Flüs­sen Bri­gach und Breg. Erst im 19. Jahr­hun­dert än­der­te sich das Er­schei­nungs­bild der Do­nau­quel­le grund­le­gend. An die Stel­le der vier­ecki­gen Um­maue­rung trat ein run­des ge­schmie­de­tes Ei­sen­git­ter. Der Do­nau­bach wurde un­ter­ir­disch ka­na­li­siert und auf kür­zes­tem Weg zur Bri­gach ge­führt. Der Ur­sprung der Donau in Do­nau­eschin­gen war fort­an kaum noch als sol­cher wahr­nehm­bar. 

Um dem ab­zu­hel­fen und der Do­nau­quel­le wie­der das ihr zu­ste­hen­de Ge­wicht zu ver­lei­hen, ließ Fürst Karl Egon III. im Jahre 1875 eine we­sent­lich auf­wän­di­ge­re Fas­sung er­rich­ten. Die da­ma­li­ge Bau­maß­nah­me war tech­nisch sehr an­spruchs­voll, muss­te doch mit zwei mäch­ti­gen Pum­pen der Was­ser­stand künst­lich ab­ge­senkt wer­den. Von 2013 bis 2015 wurde die Do­nau­quel­le samt des um­lie­gen­den Re­si­denz­be­reichs einer um­fas­sen­den Sa­nie­rung un­ter­zo­gen und er­strahlt seit­her in neuem Glanz. Die Ein­fas­sung sowie die Fi­gu­ren­grup­pe wur­den auf­wän­dig re­stau­riert, die Kirch­mau­er ver­stärkt und die Quel­le durch eine brei­te­re Trep­pe und einen Auf­zug auch bar­rie­re­frei zu­gäng­lich ge­macht.

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Die Donauquelle bei einer Erlebnisführung entdecken:

Woll­ten Sie schon immer die Quel­le des zweit­längs­ten eu­ro­päi­schen Flus­ses be­su­chen und dabei mehr über ihre Ge­schich­te er­fah­ren?
  • Wer hat die Donauquelle gefunden?
  • Sah die Donauquelle schon immer so aus?
  • Welche Mythen ranken um die Donauquelle?
Dann ist die span­nen­de Füh­rung di­rekt am Quell­topf, bei wel­cher un­se­re Gäs­te­füh­re­rin­nen Sie kurz­wei­lig in die Ge­schich­te(n) der Do­nau­quel­le ein­wei­hen, genau das Rich­ti­ge für Sie!

Dauer: ca. 30 - 45 Mi­nu­ten
Kinderwagen-​​​​ und roll­stuhl­ge­rech­ter Zu­gang über den Auf­zug vor­han­den.

Für Ihre Grup­pe or­ga­ni­sie­ren wir die Er­leb­nis­füh­rung "Die Do­nau­quel­le" selbst­ver­ständ­lich ganz­jäh­rig zu Ihrem Wunsch­ter­min.

Kos­ten: 51,00 € pro Grup­pe (max. 25 Per­so­nen)
Die Füh­rung ist für Grup­pen auch in Eng­lisch oder Fran­zö­sisch ver­füg­bar (Kos­ten: 56,00 € pro Grup­pe (max. 25 Per­so­nen)).

Öf­fent­li­che Füh­run­gen fin­den von April bis Sep­tem­ber immer sonn­tags um 10:30 Uhr statt.

Eine vorherige Anmeldung zur Erfassung der Kontaktdaten ist zwingend erforderlich. Die Anmeldung kann direkt bei der Tourist-​​​Information oder über ein Online-​​​Formular erfolgen. Wir bitten um Einhaltung der allgemein üblichen Hygiene-​​​ und Abstandsregelungen. Eine Pflicht zum Tragen einer Mund-​Nase-​Bedeckung besteht nicht.

Die Donau-Umgebung als Ausflugsziel:

Sie möch­ten nicht nur die Quel­le der Donau selbst son­dern auch ihre Um­ge­bung in vol­len Zügen ge­nie­ßen? Dann zö­gern Sie nicht län­ger und er­le­ben Sie un­se­re ma­le­ri­sche Ge­gend live. Mit idea­ler Lage am Rande des weit­läu­fi­gen Schwarz­walds und op­ti­ma­ler geo­gra­fi­scher in Mit­ten Eu­ro­pas kom­men Sie voll auf Ihre Kos­ten. Be­su­chen Sie nahe ge­le­ge­ne Städ­te wie Furt­wan­gen und Ulm oder be­tä­ti­gen Sie sich sport­lich ent­lang des Do­nau­rad­wegs, wel­cher (je nach Route) durch seine ge­ring­fü­gi­gen Höhen-​Anstieg für jeden Radler-​Typ ge­eig­net ist. Dabei er­hal­ten Sie auch die ein­zig­ar­ti­ge Ge­le­gen­heit den Zu­sam­men­fluss der bei­den Flüs­se Bri­gach und Breg zu be­stau­nen.

Weitere Infos und Karten erhalten Besucher direkt bei unserer Tourismus-Info
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