Dauerhafte Klanginstallation bei den Donauhallen

Klangereignis täglich von 9-11 Uhr & 15-16 Uhr

Tonspiegelraum Donaueschinger Musiktage 2019

Bernhard Leitner (*1938 Feldkirch, Österreich): Tonspiegelraum (2019) - 5 Parabol-Spiegel, 5-Kanal-Komposition.

Fünf große Parabolspiegel hängen in der Pergola der Donauhallen und reflektieren Geräusche so, dass der Eindruck entsteht, als würden aus der Decke, den Wandflächen, aber auch aus dem Boden der Pergola Töne kommen. Durch die Sinnesverknüpfung von Auge und Ohr erhält die akustische Reflexion eine visuelle Dimension. Bernhard Leitner (*1938) setzt für die Collage der Komposition Ton-Material aus Sprache, Naturlauten, elektronischen Klängen und mit dem Synthesizer LYRA8 erzeugte Geräusche zusammen.

Die Installation „Tonspiegelraum“ entstand im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2019 und ist eine Schenkung der Gesellschaft der Musikfreunde an die Stadt Donaueschingen.

Lebenslauf

1938 geboren in Feldkirch

1939-1956 Innsbruck

1956-1963 Architekturstudium an der Technischen Hochschule Wien

1963-1966 Paris

1968 Übersiedlung von Wien nach New York

1969-1971 Urban Designer im Stadtplanungsamt der Stadt New York

1972-1981 Co-Director Studienprogramm Urban Design Studies Humanistic Perspectives, New York University

1982-1986 Berlin

1987-2005 Univ. Professor an der Universität für angewandte Kunst, Wien

Institut für Medienkunst, Klasse Medienübergreifende Kunst

zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u.a. 1999 Preis der Stadt Wien für bildende Kunst und 2015 Österreichischer Kunstpreis – Video- und Medienkunst

seit 2016 Mitglied der Akademie der Künste Berlin

lebt und arbeitet in Wien

Pressemitteilung zur Eröffnung im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2019

Zum Auftakt der Donaueschinger Musiktage 2019 wurde am Freitag, 18. Oktober 2019 die Installation TONSPIEGELRAUM des österreichischen Künstlers Bernhard Leitner in der Pergola der Donaueschinger Donauhallen feierlich eröffnet. Die Arbeit ist eine Schenkung an die Stadt Donaueschingen, somit bleibt sie auch nach dem musikalischen Großereignis der Stadt erhalten. Es war schon seit längerem von Björn Gottstein, dem künstlerischen Leiter des Festivals, und Oberbürgermeister Erik Pauly geplant, eine dauerhafte Installation und damit ein permanent klingendes Zeugnis der Donaueschinger Musiktage in der Stadt zu haben. TONSPIEGELRAUM werden in den nächsten Jahren weitere Exponate folgen.

Bernhard Leitners Arbeit TONSPIEGELRAUM besteht aus fünf Parabolspiegeln, die mit Lautsprechern versehen sind. Der Klang wird zunächst über die Parabolschalen reflektiert und danach an bestimmte Orte der Decke, der Wandflächen oder an den Boden der Donauhallen gelenkt. Der Hörer sieht die Klangquelle zunächst nicht. Der Festredner Stefan Fricke erklärt: „Wie selbstverständlich verknüpfen wir die Höreindrücke mit Sehereignissen, erweitern unsere bisherigen Sinneserfahrungen, und gerade diese werden getäuscht. Dort wo etwas klingt, ist nicht zwangsläufig die Quelle. Der Klangerzeuger kann ganz woanders sein. Das irritiert uns und fasziniert uns. Die Arbeit von Bernhard Leitner öffnet die Türen zu den Donauhallen. Sie öffnet auch die Erinnerung an Armin Köhler, dem Gesicht der Donaueschinger Musiktage seit Anbeginn der 1990er Jahre, der das Festival zu einem wichtigen, temporären Zentrum für die Klangkunst gemacht hat.“ Für Björn Gottstein sind die Klanginstallationen zentrales Experimentierfeld im Rahmen der Musiktage und zudem bedeutend „für die Öffnung der Musik in den öffentlichen Raum hinein“.

Bernhard Leitner stellt mit TONSPIELGERAUM im Rahmen der Donaueschinger Musiktage bereits seine vierte Arbeit für Donaueschingen vor. 1999 fertigte er die Installation „Wasserspiegel“ im Donautempelchen an. 2003 folgten „Klangstrahlen“ im Gewölbekeller der Hofbibliothek und 2009 „Pulsierende Klänge“ im Fischerhaus des Fürstenbergischen Schlossparks.

Montage mithilfe eines Hubsteigers der Klanginstallation Tonspiegelraum

An der Donauhalle 2
Pergola der Donauhalle
78166 Donaueschingen
^
Parkmöglichkeiten