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kunst und kultur zu hause

Folge 2
Donaueschingen zwischen Pest und Corona


Seit Jahrhunderten sehen sich die Menschen mit Epidemien und Pandemien konfrontiert, sie wirken bedrohlich und rätselhaft. Wie haben im Mittelalter die Donaueschinger Epidemien erlebt? Im Archiv der Familie zu Fürstenberg, im Park und an der Sebastianskapelle bin ich fündig geworden.
 
In dem Buch „Zur Geschichte des Sanitätswesens im Fürstentum Fürstenberg“ fand ich die Krankheiten, die unsere Stadt heimsuchten und wie die Ärzte versuchten, sie zu bekämpfen. Auch damals gab es Hygieneregeln und Verordnungen, sie ähneln unseren heutigen sehr!
So versuchten die Menschen sich mit Tüchern und Ärzte mit Masken vor dem Mund, Lederkleidern, Handschuhen und Gesichtsmasken mit Schnabel zu schützen. Auch wurden Gewürze und Kräuter in Räucherpfannen aufgestellt und Essigwasser für Waschungen benutzt, um Krankheiten abzuwehren. Bei der Ruhr isolierten die Ärzte die Kranken von den Gesunden und achteten auf eine sorgfältige Körperhygiene, auf sauberes Trinkwasser und auf frische Lebensmittel.
 
Im Park erinnert ein Denkmal an den fürstlichen Leibarzt Dr. Wilhelm August Rehmann (1792-1840), der sich besonders mit Hygiene beschäftigte, um die Ruhr zu bekämpfen. Die Sebastianskapelle wurde um 1611 gebaut, nachdem die Pest in der Stadt wütete und die Gemeinde ein Gelübde ablegte in der Hoffnung, sich damit gegen die Seuche wehren zu können.
Die Hoffnung ist der Regenbogen im Leben!
(Martina Wiemer)

Erlebnisführungen in Donaueschingen sind aktuell unter vorheriger Anmeldung zu folgenden Zeitpunkten möglich:
Erlebnisführung „Geschichte und Gegenwart“: mittwochs 14.30 Uhr und samstags 10.30 Uhr
Erlebnisführung „Die Donauquelle“: sonntags 10.30 Uhr
Sonderführungen: sonntags 15.00 Uhr
Büste Wilhelm Rehmann; Bild: M. Wiemer Sebastians Kapelle; Bild: Heinz Bunse
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