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kunst und kultur zu hause

Folge 4
Mokichi Saito Gedenkstein


Mokichi-Saitô Gedenkstein
 
Der Mokichi-Saitô Gedenkstein wurde im Jahr 2000, zum 5-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft, feierlich an der Donauquelle mit einer japanischen Delegation eingeweiht. Der Gedenkstein wurde von der in Japan mehrfach ausgezeichneten Künstlerin Fumiko Arai zweisprachig gestaltet und trägt einen Dreizeiler Saitôs über Donau und Donauquelle. Dreizeiler sind in der japanischen Lyrik eine spezielle Ausdrucksform. Sie sind gekennzeichnet von Inhalt und sprachlichem Rhythmus.
Nach der Sanierung der Donauquelle wurde der Gedenkstein gegenüber dem Hotel Schützen, in dem Mokichi-Saitô bei seinem Besuch in Donaueschingen übernachtete, am Beginn des Mokichi-Saitô Wegs, aufgestellt.
 
Mokichi Saitô (1882-1953) gilt als einer der bedeutendsten japanischen Dichter des 20. Jahrhunderts. Er wurde am 14. Mai 1882 im Dorf Kanakame (heute ein Stadtteil von Kaminoyama), Präfektur Yamagata im Norden der Insel Honshu geboren. Er absolvierte ein medizinisches Studium an der Kaiserlichen Universität in Tokyo und arbeitete nach dessen Abschluss als Arzt in der Psychiatrie.
 
Schon als Student veröffentlichte er Gedichte und fand bald Eingang in den berühmten japanischen Dichterkreis „Araragi“. Am Aufbau der von diesem herausgegebenen gleichnamigen Zeitschrift wirkte er mit. 1913 erschien seine erste Gedichtsammlung „Shako“. Mokichi Saitô schrieb über 18.000 lyrische Tanka, in der Regel aus 31 Silben bestehende Gedichte, Essays, Reiseberichte und veröffentlichte über 70 Bücher.
 
1924 besuchte Mokichi Saitô die Donauquelle in Donaueschingen. Seine Erlebnisse auf der Fahrt mit dem Zug von München nach Donaueschingen, bei seinem Aufenthalt in Donaueschingen, der Übernachtung im Hotel Schützen, bei seiner Begegnung mit der Donauquelle, bei seinen Spaziergängen zum Zusammenfluss von Brigach und Breg sowie nach Aufen veröffentlichte er in einem langen, überaus liebevollen Essay, der auch in deutscher Sprache zugänglich ist (Wanzentagebuch. Die kleinen Leiden und Freuden eines japanischen Studenten in Europa zwischen den zwei großen Kriegen, Freiburg 2011).
Mokichi Saito Gedenkstein; Bild: Stadt Donaueschingen Gruppe um Tafel; Bild: Stadt Donaueschingen


von links: Hr. Yamaguchi mit Ehefrau, damaliger JDG Präsident; Fr. Arai, Künstlerin des Gedenksteins; Hr. Sato, damaliger Vizepräsident der JDG; Hr. Abe, damaliger Bürgermeister Kaminoyama;
Dr. Everke, damaliger Oberbürgermeister Donaueschingen; Klaus Lehmann, DJG; Fr. Everke
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