Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass unsere Dienste Cookies verwenden. Mehr erfahren

kunst und kultur zu hause

Folge 12
Kreisel-Kunst Mühlenstraße - Hindenburgring


Haben Sie sich schon mal gefragt, wenn Sie von der „Neuen Wolterdinger“ in Richtung Hindenburgring fahren, was es mit der Skulptur am Kreisverkehr auf sich hat? Hier erfahren Sie es.

In den Jahren 2003, 2004 und 2005 bot die Kunstschule in Kooperation mit den Technischen Diensten Donaueschingen im Bauhof Schweißkurse für Jugendliche an. Nachdem im Jahr 2003 sozusagen nur für den Eigenbedarf geschweißt wurde, entstanden in den Folgejahren zwei Kunstwerke für den öffentlichen Raum. Das erste war ein Paravent, der eine Zeit lang auf dem Max-Rieple-Platz montiert war. Im Jahr darauf entstand die Idee, eine Arbeit für den Kreisverkehr Mühlenstraße – Hindenburgring – Neue-Wolterdinger-Straße anzufertigen.

Der Straßenname war bereits Inspiration genug: Der damalige Stadtbaumeister Heinz Bunse und Kunst-Schulleiter Andreas Bordel-Vodde waren sich sofort einig, dass sich die Plastik auf die Stadtmühle beziehen sollte.

Und Andreas Bordel-Vodde ließ sogleich seiner Fantasie freien Lauf. Wie wäre es mit einem defekten Mühlrad als Symbol, dass hier einmal eine Mühle betrieben wurde, die Stadtmühle Donaueschingen, das gewissermaßen als Ruine auf dem Kreisel platziert wurde. Das gewählte Material Altmetall spiegelte einerseits die Vergänglichkeit wider, war aber andererseits so haltbar, dass man von einer langen Lebensdauer der Plastik ausgehen konnte.

Alteisen fand sich auf dem Bauhof-Gelände in Hülle und Fülle. Schnell war das Material gesichtet und eine Vorauswahl getroffen. Gemeinsam mit dem Kunst-Schüler Janosch Jauch und unter gelegentlicher Hilfe von Alexander Maier von der Städtischen Schlosserei nahm das Mühlrad allmählich Gestalt an. Zunächst entstanden zwei unvollendete Achtecke aus Stahlrohr. Flachstahl ergänzte die beiden Elemente zu zwei offenen Kreisen. Diese wurden mit dünneren Rohren verbunden und mit Winkelblechen von alten Leitplanken bestückt. Sie bildeten die Schaufeln des Mühlrades. An ein Rohrstück als Nabe wurden doppelt ausgeführte „Speichen“ aus Winkelprofilen geschweißt und mit den Rahmen verbunden. Hinzu kamen noch verschiedene Verstärkungen und „Schmuckelemente“ wie zum Beispiel Zahnräder.

Das Wasserrad wurde auf dem Kreisel neben einem stilisierten Bachbett aus Splitt mit Lavendel- und Salbeibepflanzung aufgestellt. Beidseits des Bachbetts wurde eine Rasenfläche angelegt, einseitig noch ein Baum gepflanzt. In dieser Form existiert der Kreisel nun schon rund 15 Jahre!

Seitenansicht des Mühlrad das_fertige_Muehlrad
Seitenansicht des Mühlrad Janosch Jauch und das fertige Mühlrad
Nach oben