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kunst und kultur zu hause

Folge 13
Buchtipps


Neu im Bestand der Stadtbibliothek und im Buchhandel verfügbar:

kuddelmuddel remmidemmi schnickschnack - Gedichte für alle!

Von Arne Rautenberg, mit Bildern von Nadia Budde. Hammer Verlag, 2020,  48 S. Die wunderbare Bachforelle erscheint mit lila Dauerwelle - Gereimtes für Alberne und Sprachverliebte. Ab 5 J.

das ewige buch

ein rabe kam mal zu besuch
der las in seinem lieblingsbuch

das buch war völlig irre denn
es las sich einfach so als wenn

sein leben in den seiten steht
vom aufstehn früh bis abends spät

so las der rabe immerfort
sich durch sein leben wort für wort

zum schluss stand ein gedicht im buch
ein rabe kam mal zu besuch….

Kinkerlitzchen tingeltangel techtelmechtel tick tack - Arne Rautenberg weiß, welche Worte glänzen und glitzern im Ohr! Einen Heidenspaß macht es ihm, seine Wortschatzkiste für uns auszukippen: wischiwaschi larifari halligalli hick hack. Für seine neuen Gedichte hat er wieder allerhand verrückte Szenarien erdacht. Zum Beispiel den Riesenschock, als aus einem Minirock acht fein behaarte Beine schauen. Nadia Budde, ausgewiesene Expertin für alles Haarige und Rüsselige bereichert das Gereimte mit ausgesprochen lustigen Illustrationen. So machen Gedichte Spaß!

Arne Rautenberg wird am Montag, den 1. März 2021 zu Gast in der Stadtbibliothek sein und hoffentlich live für Schulklassen lesen können.  Er schreibt Prosa und Lyrik für Erwachsene und Kinder. Von der Illustratorin Nadia Budde hat die Bibliothek weitere fünf Bilderbuchtitel im Bestand.

Der Halbbart

Roman von Charles Lewinsky. Diogenes, 2020, 677 S.

Eusebius - genannt Sebi - ist nicht gemacht für die Feldarbeit oder das Soldatenleben. Viel lieber hört und erfindet er Geschichten. Im Jahr 1313 hat so einer es nicht leicht in einem Dorf in der Talschaft Schwyz, wo die Hacke des Totengräbers täglich zu hören ist und Engel kaum von Teufeln zu unterscheiden sind. Sebi ist kein Kind mehr, aber auch noch nicht erwachsen. Alle im Dorf glauben, dass er mal ins Kloster geht – nach Einsiedeln, zu den Mönchen, die man im Dorf nicht mehr mag, seit sie willkürlich die Grenze verschieben und die Bauern zur Waldarbeit abkommandieren. Seine Brüder Origenes und Polykarp, „Geni“ und „Poli“ gerufen, sind zwei völlig verschiedene Charaktere, besonnen und feinfühlig der eine, ein „Haudrauf“ der andere. Doch vom Halbbart, einem Fremden von weit her, erfährt der Junge, was die Menschen im Guten wie im Bösen auszeichnet – und wie man auch in rauen Zeiten das Beste aus sich macht. Der „Halbbart“ genannte muss viel erlebt haben, doch was genau, erzählt er nicht – auch nicht dem jungen Sebi, der doch alles von ihm lernen und wissen möchte. Der Totengräber Laurenz, das Teufels-Änneli und weitere Charaktere wachsen einem im Lauf der Geschichte regelrecht ans Herz. Ein spannender Roman voller Schalk, Tragik und Menschlichkeit, der zeigt, wie aus Geschichten Geschichte wird. Viele schwyzerdütsche Begriffe, die dem Verständnis jedoch nicht entgegenstehen, verleihen dem Buch ein besonderes Lokalkolorit.

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