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Pressemitteilung

Empfang zum 90. Geburtstag von Professor Emil Kiess in den Donauhallen


Am 10. Februar feierte der in Trossingen gebürtige, in Donaueschingen und Fürstenberg lebende Künstler und Maler Professor Emil Kiess seinen 90. Geburtstag. Die Stadt Donau-
eschingen lud aus diesem Anlass zu einem Empfang in die Donauhallen, an dem zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Freunde und künstlerische Wegbegleiter von Emil Kiess teilnahmen.
 
 
Oberbürgermeister Erik Pauly, Ministerpräsident a.D. Prof. Dr. h.c. Erwin Teufel, Prof. Emil Kiess, Prof. Dr. Friedemann Maurer, Landrat Sven Hinterseh (Foto: Heinz Bunse)
 
Die Verbindung von Emil Kiess mit der Stadt Donaueschingen ist eine in mehreren Jahrzehnten gewachsene Beziehung. Er ist Gründungsmitglied der Städtischen Galerie im Turm und bis heute im Galeriebeirat aktiv. Aus diesem Arbeitskreis kam die Anregung, im Bartók Saal der Donauhallen, eine kuratierte Ausstellung ins Leben zu rufen. 2003 fand die erste „Donaueschinger Regionale für neue Kunst“ statt. Hierfür hat Kiess das Logo entworfen.
 
Emil Kiess stellte nicht nur bei der Regionalen und in der Galerie im Turm aus. 1997 fand im Rahmen der deutsch-französischen Woche eine Ausstellung im Schloss Rohan in der Donau-
eschinger Partnerstadt Saverne statt. Die erste große Ausstellung in Donaueschingen unter dem Titel „Die Sprache der Farbe. Bilder und Skulpturen“ gestaltete er im Jahr 2001. Die zweite Ausstellung „Emil Kiess – Gegenwart und Rückschau, Werke 1960 bis 2010“, fand im Jahr 2010 im Rahmen der offiziellen Einweihung der sanierten und erweiterten Donauhallen statt. Die Werkschau wurde in Zusammenarbeit mit der Kunststiftung Hohenkarpfen ausgerichtet. Im vergangenen Jahr widmete das Museum Art.Plus Emil Kiess eine Ausstellung.
 
Oberbürgermeister Erik Pauly würdigte Emil Kiess in seinem Grußwort als eine Persönlichkeit, die an allem beteiligt ist, was die Bildende Kunst in Donaueschingen ausmacht. „Seine letzte Arbeit für Donaueschingen ist ein Zeichen dafür, wie außergewöhnlich die Zusammenarbeit und wie intensiv die Verbundenheit zwischen Künstler und Stadt ist. Denn Emil Kiess hat das neue Logo der Stadt Donaueschingen gestaltet und unserer Stadt damit zum neuen Markenauftritt verholfen“, so das Stadtoberhaupt. „Besonders spannend war dabei, den Entstehungsprozess von den ersten Skizzen und Entwürfen bis hin zum finalen Ergebnis zu begleiten: einem Logo, das durch seine Einfachheit besticht.“
Der Gründer und Vorsitzende der Kunststiftung Hohenkarpfen, Professor Dr. Friedemann Maurer, hielt zum Geburtstagsempfang die Festrede. Ihn verbindet mit Emil Kiess eine langjährige, tiefe Freundschaft: „Emil Kiess erfährt eine uneingeschränkte Zuneigung aus dem Kreis seiner Kollegen - von Künstlern und Wissenschaftlern. Hervorzuheben sind seine Kollegialität, seine Aufgeschlossenheit und sein Interesse an einem gemeinsamen Schaffen.“
Sichtlich gerührt dankte Emil Kiess der Stadt für die Ausrichtung des Empfangs und seinen Gästen für die zahlreichen Glückwünsche.
Musikalisch umrahmt wurde die Feierlichkeit vom Saxophon Trio Elena Langenbacher, Benjamin Fricker und ihrem Lehrer Fabian Martin von der Kunst- und Musikschule Donaueschingen.

 
 
Oberbürgermeister Erik Pauly (links) und Stadtbaumeister a.D. Heinz Bunse (rechts) überreichen dem Jubilar Emil Kiess als Geburtstagsgeschenk einen Gutschein für die Erstellung einer Homepage.
 
 
Werdegang von Emil Kiess
Emil Kiess wurde 1930 in Trossingen-Schura geboren. Er absolvierte ein Studium an der Bernstein-Kunstschule in Sulz am Neckar und an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Bereits früh machte Emil Kiess auf sich aufmerksam. Die Presse verwies erwartungsvoll auf den „jungen, begabten Künstler“. Mit Mitte Zwanzig heimste er eine Reihe bedeutender Preise und Stipendien ein, so den Oberschwäbischen Kunstpreis der Jugend und ein Stipendium für die Villa Massimo in Rom. Ab 1952 war er im In- und Ausland tätig. Seine ersten Arbeiten waren Glasfenster für Kirchen: Er gestaltete die Fenster der Mannheimer Trinitatiskirche sowie der Gedächtniskirche in Berlin. Seiner Heimat blieb er immer verbunden: nicht allein weil er hier wohnt und arbeitet. Die Natur gab ihm Anregung zu künstlerischer Betätigung: der Garten der Eltern, sein Vater im Garten arbeitend, Stillleben. Farben und Formen haben ihn immer wieder inspiriert und ihn vorangetrieben, die Farbe vom Gegenständlichen zu befreien. Seine meist großformatigen Werke mit den für Kiess charakteristischen „Farbflecken“ zieren öffentliche Gebäude in der gesamten Region. Achtung und Würdigung wurde Emil Kiess durch den damaligen Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg Erwin Teufel zuteil, der ihm 1995 den Professorentitel verlieh und ihn 2008 mit seinem Porträt beauftragte.
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