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Pressemitteilung

Rückblick auf die Fasnacht im Donaueschinger Rathaus




… so lautete das Motto von Erfolgstrainer Erik Pauly. (Foto: Stadtverwaltung)
 
Rückblick auf die Fasnacht im Donaueschinger Rathaus
 
„Mir sind diä, wo gwinnä wäred!“ so motivierten OB Erik Pauly als Erfolgstrainer und BM Severin Graf als Co-Trainer am Schmutzigen Donnerstag ihre Rathausmannschaft für Olympia 2020 in Tokio. Pauly verteilte Strategiekarten an sein Team mit den Parolen: „Immer angreifen“, „Am Ende vorne sein“ oder „das Verlieren überlassen wir dem Gegner!“
 
 
Buntes närrisches Treiben im Rathaus. (Foto: Stadtverwaltung)
 
Trotz des strategischen Vorgehens des Cheftrainers gewannen die Narren die Oberhand. Ignaz, Severin und die Bolizei von der Narrenzunft Frohsinn entmachteten das Stadtoberhaupt und hielten dem OB vor zahlreichen Besuchern eine Standpauke. Das Rathaus war in Narrenhand.
 
 
Die Narren stürmen das Rathaus. (Foto: Stadtverwaltung)
 
 
Zahlreiche Besucher verfolgen das närrische Spektakel. (Foto: Stadtverwaltung)
 
 
Ignaz, Severin und die Narrenbolizei nehmen Herrn Oberbürgermeister Erik
Pauly ins Schandbrett. (Foto: Stadtverwaltung)
 
Das abgesetzte Stadtoberhaupt nahm’s gelassen und verpackte das Geschehene beim Zunftmeisterempfang am vergangenen Sonntag einfach in Reimform:
 
 
Das Stadtoberhaupt bei seiner Zunftmeisterempfangsrede. (Foto: Roger Müller)
 
„Ein jeder Narr der kennt sie schon,
die gute neue Tradition,
dass wie der Umzug - jedes Jahr
der Zunftmeister empfangen war.
 
So grüß ich Euch ganz herzlich heute,
die Zunftmeister und alle Leute,
die sich ins Rathaus I begeben
um den Empfang hier zu erleben.
 
Zwar habe ich nichts mehr zu sagen,
seit „Dunschtig“ in den närrischen Tagen,
den Schlüssel hab´ ich abgegeben
und muss nun ohne Rathaus leben.
 
Die Arbeit, die wir hier so machen,
- vielleicht wird da jetzt einer lachen -
bis Aschermittwoch ist´s vorbei,
auch wir sind Teil der Narretei!
 
Narro!
 
 
 
Doch d´Narren schaffet hier - nicht mäßig -
sondern närrisch zuverlässig
versichre ich Euch - im Gedicht -
in unserem Rathaus leider - nicht!
 
Dem gegenüber - liebe Gäste,
gibt die Stadt doch stets das Beste,
damit wir nicht nur in den hohen Tagen
stets auch was zum Lachen haben.
 
Narro!
 
So ging´s schon los mit dem Verkehr,
den wollt´ der Gemeinderat nicht mehr
in der schönen Innenstadt
ist klar, was man zu tuen hat:
 
Immer Vorsicht beim Verkehr! -
D`rum muss auch ein Experte her,
der Schulklassen zum Zählen scheucht,
und durchforscht was kreucht und fleucht,
 
jedes Auto ist gezählt,
sein Vorschlag mit Bedacht gewählt.
Im Rat da kam das nicht gut an,
´nen großen Wurf - den wollte man:
 
Nur nicht mit neuen Schildern sparen
- keiner soll wie vorher fahren!
Jeder bekommt ´nen eigenes Ziel
- völlig egal, wohin er will.
 
Der Experte wundert sich,
denkt, ja warum fragt man mich?
Der Rat denkt das in gleichen Maße:
„Wir wollen eine Einbahnstraße!“
 
Narro!
 
Doch manchmal läuft es wild im Leben,
so kann es auch mal Wahlen geben.
Und kurz davor - in dieser Zeit -
beschließt man, was den Bürger freut.
 
Und so - als wäre nichts gewesen,
bis auf Expertenkosten, - spesen,
damit man sich kann selber loben,
wird alles wieder aufgehoben.
 
Wer da nun spricht von Missgeschick,
versteht sie nicht, die Politik.
Eigentlich ist´s doch ganz banal:
Weitblick nur bis zur Wiederwahl!
 
Narro!
 
Apropos Wahl - hätt´s fast vergessen,
OB-Wahl ist ja in zwei Jahren,
einer ist heut schon ganz besessen -
will dringend bereits nach Stuttgart fahren,
 
die Kandidatenschar zu sichten,
die der Fraktionschef präsentiert -
nur muss ich leider Euch berichten,
dass der sich dabei ziemlich ziert.
 
So muss man wohl noch etwas warten,
auf Wagners Kandidaten-Hit,
den Wahlkampf wollt´ er schon ´mal starten,
nur macht halt keiner dabei mit.
 
Narro!
 
Die FDP sieht sich im Stande,
zu Ämtern sagt man nicht gern nein.
Sogar in manchem Bundeslande
- auch mal Ministerpräsident ist fein.
 
5 Prozent, ist doch ´ne Menge -
man muss halt nur strategisch denken,
knapp die Hürde - ziemlich enge,
sollt´ man doch die Regierung lenken!
 
Die Politik hat hehre Ziele:
Sich selbst ins hohe Amt zu hiefen,
wo einem „Isnogud“ einfiele:
„Kalif werden anstelle des Kalifen!“
 
Narro!
 
Zurück zur städt´schen Narretei,
das Haushaltsjahr ist kaum vorbei,
da muss man schon fürs nächste planen
das ist nicht leicht - kann man erahnen.
 
So ging es auch allen Fraktionen,
jede wollte laut betonen,
was ihr denn wirklich dringend scheint
und was das Sparen wirklich meint.
 
Der CDU war´s ungeheuer,
das Personal sei viel zu teuer,
ein Rathaus ohne Mitarbeiter
bringe die Stadt doch deutlich weiter.
 
Narro!
 
Die FDP war ganz gescheit,
Anträge stellen - viel zu viel Arbeit,
nur einen einzigen Antrag als Coup
„wir stimmen dem Haushalt gar nicht zu!“
 
Narro!
 
Die Grünen wollten auch beim Schwimmen
ihre Farbe wiederfinden.
Naturschwimmbad - wohl ernst gemeint,
früher geschwommen - heute „geschleimt“?
 
Narro!
 
Die GUB will den Bahnhof gestalten,
die Unterführung - nichts bleibt beim Alten,
neue Fliesen und auch die Beleuchtung erhellen,
zudem eine Schaukel für Kinder reinstellen!
 
Narro!
 
 
Die SPD will die Eltern befreien
von KiTa-Gebühr´n und Kindern die schreien,
also „steigern wir die Gewerbesteuer,
denn das was wir wollen ist sowieso viel zu teuer!
 
Narro!
 
Ihr seht liebe Gäste - den närrischen Brauch
nicht nur an Fasnet - das können wir auch,
das ganze Jahr wir beschäftigt waren,
mit klarem Ziel - wir, die verrückteren Narren!
 
Jetzt möchte ich aber noch herzlich danken,
der Brauerei für das, was wir tranken!
Fürstenberg Bier sponsert alle Getränke,
nehmt Kästen mit, das sind Eure Geschenke!
 
Narro!
 
Nein im Ernst - wir danken sehr,
nicht vorstellbar, wenn Fasnet ohne Fürstenberg wär´!
Auch großer Dank für das Essen im Saale
das kommt vom Frohsinn, auch wie jedes male.
 
Ebenso herzlich möchte ich danken,
den Mitarbeitern, die das Bier ausschanken!
Und allen die hierher den Weg gefunden,
zum gemeinsamen feiern für einige Stunden!
 
Ihr könnt heute erleben viel Narretei,
und ganz sicher eines - das bleibet dabei:
Wir lieben die Narren, schön, dass es Euch gibt
Ihr macht uns glücklich - die Fasnet lebt!
 
Narro!“
 
 
Zunftmeisterempfang am Fasnachtssonntag im Rathaus. (Foto: Roger Müller)
 
 
Seit Aschermittwoch ist die Narretei wieder vorbei und das Zepter fest zurück in des Oberbürgermeisters Hand.
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