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Pressemitteilung

Ausbildung der Feuerwehr ermöglicht die Landung größerer Maschinen auf dem Donaueschinger Flugplatz


Der Donaueschinger Flugplatz stellt seit nunmehr 61 Jahren ein regionales Alleinstellungsmerkmal dar. Die komplette Infrastruktureinrichtung mit Zollabfertigung, Tankstelle und Instrumentenanflug-Tauglichkeit machen den Verkehrslandeplatz sowohl für die Geschäfts- als auch für die Privatluftfahrt zur bedeutenden Adresse, was die rund 23.000 Flugbewegungen pro Jahr verdeutlichen.
 
Durch eine erweiterte Brandschutzlizenz soll der Flugplatz zukünftig sowohl für die Wirtschaft als auch für den Privatbereich nochmals an Bedeutung gewinnen, denn damit werden bald auch größere und technisch komplexe Flugzeuge starten und landen können. „Dies wird nicht nur den Wirtschaftsstandort Donaueschingen stärken, auch die Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftskraft der gesamte Region Schwarzwald-Baar-Heuberg wird davon ganz wesentlich profitieren“, freut sich Oberbürgermeister Erik Pauly über die Aufwertung und ist sich sicher, dass der Donaueschinger Flugplatz damit eine attraktive Alternative zu den großen Airports darstellen wird. Davon ist auch Eckhart Pauly, der Geschäftsführer des Flugplatzes überzeugt: „In der Region gibt es vor allem im wirtschaftlichen Bereich etliche potenzielle Nutzer, die bisher den Flugplatz in Stuttgart anfliegen mussten und für ihre Geschäftsflüge zukünftig vermehrt unseren Flugplatz in Anspruch nehmen werden. Die damit einhergehenden Landegebühren sind für uns finanziell hoch interessant und werden zur Optimierung unsere Einnahmensituation beitragen.“ erklärt der Flugplatzgeschäftsführer. Gleichzeitig nimmt er auch die Angst vor einer erhöhten Lärmbelästigung: „Bei diesem professionellen Passagiertransport, kommen überwiegend neue, moderne Maschinen zum Einsatz, die vor allem beim Starten und Landen leiser sind als kleinere Maschinen.“
 
Zum Hintergrund: Flugzeuge benötigen verschiedene Feuerkategorien (Fire and Rescue), die sich nach der Länge des Flugzeuges und dem Durchmesser des Rumpfes richten. Dabei ist jeder Flugzeug-Kategorie wiederum ein jeweils ausreichender Brandschutz zugeordnet, der vom Flugplatzbetreiber gewährleistet werden muss. Das heißt: Flugzeuge mit der jeweiligen Größenkategorie können nur auf den Flugplätzen landen, die über die erforderliche Ausstattung verfügen.
 
Bisher durften auf dem Flugplatz Donaueschingen-Villingen nur Flugzeuge bis zur Kategorie 2 starten und landen. Ziel ist es, dass zukünftig auch technisch komplexe Maschinen der Kategorie 3 mit einer maximalen Länge von 18 Metern und einem maximalen Rumpfdurchmesser von 3 Metern, den Donaueschinger Flugplatz anfliegen können. Dieses Ziel rückt nun in greifbare Nähe.
 
In Kürze kann auf dem Donaueschinger Verkehrslandeplatz ein ausreichender Brandschutz gewährleistet werden. Denn zukünftig steht dem Flugplatz Donaueschingen-Villingen in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Donaueschingen sicherheitstechnisch ein professionelles Einsatzteam zur Verfügung, das bei jedem Start und jeder Landung größerer Maschinen zugegen sein wird und mit fachlicher Kompetenz, entsprechender Manpower und speziellem Equipment auf dem Flugplatz für ausreichend Brandschutz gemäß Feuerkategorie 3 sorgt. Um sich das hierfür notwendige Knowhow sowohl in der Theorie als auch in der Praxis anzueignen, absolvierten 15 Feuerwehrmänner einen zweitägigen Lehrgang zur Flugzeugbrandbekämpfung. Für den praktischen Teil wurde von der Firma E-Aviation aus Stuttgart am vergangenen Samstagnachmittag auf dem Donaueschinger Flugplatz extra ein Flugzeug der Kategorie 3 (Cessna Citation M2) mit Sondergenehmigung eingeflogen, an der die Feuerwehr unter „realen Bedingungen“ ausgebildet wurde. Laut Kommandant Gerd Wimmer werde die Feuerwehr noch rund einen Monat üben, „danach sind wir startklar und dem Anflug technisch komplexer Maschinen steht nichts mehr im Wege“ so der Feuerwehrfachmann.

Übung Feuerwehr Flugplatz

Mit dem Ziel, dass auf dem Flugplatz Donaueschingen-Villingen zukünftig auch größere Flugzeuge landen können, absolviert die Feuerwehr Donaueschingen eine Ausbildung zur Flugzeugbrandbekämpfung.  Foto: Rainer Bombardi


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