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pressemitteilung

Waldbrände vermeiden – Feuerwehr und Forstamt geben Tipps


Sommer, Sonne, Trockenheit – für unsere Wälder bestehen zurzeit wieder besondere Risiken. Hohe Temperaturen und wenig Niederschlag bedeuten für Feuerwehr und Forstamt hohe Alarmbereitschaft, was das Thema Waldbrand angeht. Daher ist es den Zuständigen ein großes Anliegen, die Bevölkerung über die Waldbrandgefahr zu informieren und Verhaltensweisen zu sensibilisieren.
In erster Linie zählen die Aufmerksamkeit und Wachsamkeit jedes einzelnen. „Es ist zunächst einmal wichtig zu wissen, dass es fünf Waldbrandstufen gibt und dass diese streng beachtet werden sollen“, erklärte Revierleiter Hans-Peter Fesenmeyer. Die Stufen werden vom Deutschen Wetterdienst eingestuft und dienen den Landesbehörden zur Einschätzung der Waldbrandgefahr.
 
Stufe 1: sehr geringe Gefahr
Stufe 2: geringe Gefahr. Autokatalysatoren können Gras, Moos usw. leicht entzünden
Stufe 3: mittlere Gefahr. Öffentliche Grillstellen sollen nicht mehr benutzt werden
Stufe 4: hohe Gefahr. Betretungsrecht kann eingeschränkt werden
Stufe 5: sehr hohe Gefahr. Höchste Stufe, Forstbehörde oder Waldbesitzer kann gefährdete Gebiete zeitweilig oder voll sperren.

Generell besteht vom 1. März bis 31. Oktober Rauchverbot im Wald. Außerdem sollten keine Glasflaschen oder andere reflektierende Gegenstände im Wald liegen gelassen werden, die durch Bündelung von Sonnenlicht Feuer entfachen könnten. Autos und Motorräder sollten nicht auf Wegen und deren Bankett geparkt werden, wo sich durch heiße Katalysatoren Gras, Moos, Reisig und Unterholz leicht entzünden kann. Lagerfeuer auf nicht ausgewiesenen Grillstellen sowie Grillen auf selbst mitgebrachten Grillgeräten ist verboten. Auch Feuer in unter 100 Metern Abstand zum Wald ist nicht zulässig. Feuer auf ausgewiesenen Grillstellen müssen beim Verlassen des Platzes vollständig gelöscht sein.
Im Wald bei Hubertshofen zeigten Vertreter der Feuerwehr, der Forstämter sowie der Stadtverwaltung die Stelle, wo vergangenes Jahr nur mit viel Glück ein Großbrand verhindert werden konnte. Das Feuer breitete sich im April 2019 auf eine Fläche von etwa 4000 Quadratmetern als Bodenfeuer aus. „Zum Glück hat ein Spaziergänger den Brand entdeckt und uns gemeldet, sonst hätte das schlimmer ausgehen können“, berichtete der Revierleiter des Stadtwalds Wolterdingen-Hubertshofen Hans-Peter Fesenmeyer.
 
Aufgrund stetig steigender Temperaturen steige auch das Risiko für Wald- und Vegetationsbrände, wie Dr. Frieder Dinkelaker, Leiter des Forstamts Schwarzwald-Baar erklärte. „Wir müssen für diese Fälle gerüstet sein“, betont er.
Das Equipment wurde bereits teilweise schon beschafft und umgerüstet, auch die Ausbildung junger Feuerwehrleute werde künftig weiter auf das Thema Wald- und Vegetationsbrände ausgerichtet. Feuerwehrkommandant Gerd Wimmer zeigte in diesem Zusammenhang Teile der Ausrüstung und erklärte, dass die Feuerwehr nach den Vorfällen im vergangenen Jahr (Waldbrände bei Grüningen und Hubertshofen) stetig an den Konzepten arbeite.   
Das städtische Forstamt ist regelmäßig mit verschiedenen Maßnahmen im Einsatz, um Waldbrände zu verhindern: Unterhaltung der Hauptwege, damit auch Feuerwehrfahrzeuge diese jederzeit befahren können. Beseitigung von hohem angetrocknetem Kronen- und Reisigmaterial. Außerdem finden regelmäßig Kontrollen statt, bei denen Bürger beispielsweise auf das Rauchverbot hingewiesen werden und bei denen liegen gebliebene Glasflaschen wieder eingesammelt werden. Auch der Borkenkäfer-Befall wird wöchentlich kontrolliert.
Langfristig zielt das Forstamt darauf ab, den Laubholzanteil im Wald zu erhöhen und somit den fast reinen Nadelwald zu einem Mischwald umzubauen. Dabei sollen vorhandene Biotopflächen berücksichtigt und erhalten bleiben.
Oberbürgermeister Erik Pauly richtete abschließend seine Worte an alle Beteiligten und sprach seine Anerkennung aus: „Danke, dass Sie sich im Vorfeld schon Gedanken machen. Die Risiken steigen und daher ist es für uns alle wichtig, diese zu kennen. Vor allem appellieren wir an die Waldbesucher, sich umsichtig zu verhalten und die Vorgaben einzuhalten. Nur so können wir Brände in unseren Wäldern verhindern.“

Oberbürgermeister Erik Pauly (v.l.), Feuerwehrkommandant Gerd Wimmer, Bürgermeister Severin Graf, Theo Kneer (Sachgebietsleiter Liegenschaften, Forst, Wirtschaftsförderung), Andreas Dereck (Amtsleiter öffentliche Ordnung), Reinhold Schöndienst (stv. Feuerwehrkommandant), Dr. Frieder Dinkelaker (Forstamtsleiter), Hans-Peter Fesenmeyer (Revierleiter des Stadtwalds Wolterdingen-Hubertshofen) und Manfred Fünfgeld (Revierleiter des Stadtwalds Donaueschingen-Aasen-Neudingen) informierten zum Thema Waldbrandgefahr.
Oberbürgermeister Erik Pauly (v.l.), Feuerwehrkommandant Gerd Wimmer, Bürgermeister Severin Graf, Theo Kneer (Sachgebietsleiter Liegenschaften, Forst, Wirtschaftsförderung), Andreas Dereck (Amtsleiter öffentliche Ordnung), Reinhold Schöndienst (stv. Feuerwehrkommandant), Dr. Frieder Dinkelaker (Forstamtsleiter), Hans-Peter Fesenmeyer (Revierleiter des Stadtwalds Wolterdingen-Hubertshofen) und Manfred Fünfgeld (Revierleiter des Stadtwalds Donaueschingen-Aasen-Neudingen) informierten zum Thema Waldbrandgefahr. 





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