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Pressemitteilung

Donaueschingen erhält Zertifikat für Energiemanagement


Beim Kommunalen Klimakongress 2021 in Ulm wurde Donaueschingen zusammen mit 20 weiteren Kommunen für sein Energiemanagement ausgezeichnet. Oberbürgermeisterin a. D. Gudrun Heute-Bluhm, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags Baden-Württemberg, überreichte an Umweltberater Dr. Gerhard Bronner das Siegel in Form einer Tafel, die am Rathaus befestigt werden soll.

Von links: Umweltberater Dr. Gerhard Bronner, Oberbürgermeisterin a. D. Gudrun Heute-Bluhm vom Städtetag Baden-Württemberg und Claus Greiser von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg.

Von links: Umweltberater Dr. Gerhard Bronner, Oberbürgermeisterin a. D. Gudrun Heute-Bluhm vom Städtetag Baden-Württemberg und Claus Greiser von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg.

Einundzwanzig Kommunen in Baden-Württemberg haben erfolgreich mit Hilfe des Webtools Kom.EMS die hohe Qualität Ihres Energiemanagements in einer externen Prüfung nachgewiesen. Unterstützt wurden sie bei diesem Prozess vom Kompetenzzentrum Energiemanagement der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg.

Ein systematisches kommunales Energiemanagement (KEM) ist der Ausgangspunkt einer erfolgreichen kommunalen Klimaschutzpolitik. Energiemanagement bezeichnet die Methodik der kontinuierlichen Optimierung der energetischen Leistung einer Organisation. Insbesondere die regelmäßige Verbrauchserfassung und Verbrauchsauswertung für die wesentlichen Liegenschaften ist die Grundlage eines erfolgreichen Energiemanagements.

Donaueschingen betreibt sein Energiemanagement seit 1993 und hat seither große Einsparungen erreicht. Rund 600.000 € höher wären die Kosten für Energie und Wasser heute, wenn die Verbräuche auf dem Level von 1993 geblieben wären. Wichtige Maßnahmen waren in Donaueschingen der Anschluss vieler Einrichtungen an die Nahwärme, Wärmedämmmassnahmen, die Optimierung der Steuerung der Haustechnik, der Einsatz von LED-Lampen und die Nutzung der Solarenergie.

Kommunen erhalten mit dem kommunalen Energiemanagement eine fundierte Datenbasis für optimale Investitionsentscheidungen.

Auf dem Weg zur klimaneutralen Kommunalverwaltung.

Die Verleihung der Kom.EMS-Zertifizierung fand im Rahmen eines von der KEA-BW organisierten Forums des Klimakongresses statt. Auch Donaueschingen möchte sich auf den Weg der Klimaneutralität machen, wohl wissend, dass dies erheblicher Anstrengungen personeller und finanzieller Art bedarf.

Was ist Kom.EMS?

  • Das Werkzeug bietet die Möglichkeit, das Energiemanagement einer kommunalen Verwaltung anhand von transparenten Kriterien zu bewerten, zu optimieren und zu verstetigen. Hierzu gehören sowohl die optimierte Betriebsführung der Bestandsgebäude und Anlagen als auch deren zielgerichtete Verbesserung durch Investitionen.
  • Es bezieht durch seinen ganzheitlichen Ansatz alle für das Energiemanagement relevanten Verwaltungsebenen ein. Will eine Kommune dauerhaft Energie einsparen, ist dies von grundsätzlicher Bedeutung.
  • Das Online-Tool bietet als onlinebasiertes Werkzeug die Option, Erfolge beim Energieeinsparen zentral zu evaluieren. So können Verwaltungen beispielsweise die Wirksamkeit von Förderprogrammen überprüfen.
  • Das Projekt ermöglicht Kommunen, sich zertifizieren und damit öffentlichkeitswirksam auszeichnen zu lassen. Dies kann ein zusätzlicher Anreiz sein, sich erfolgsorientiert mit dem Thema Energiemanagement auseinanderzusetzen und eine Vorbildrolle einzunehmen.
  • Die Kooperation der vier Landesenergieagenturen und die Entwicklung von Kom.EMS ist ein erster Schritt hin zu einem bundeseinheitlichen Qualitätsstandard für kommunales Energiemanagement.
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