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Pressemitteilung

Donaueschingen ist Donauquellstadt


Was für die Donaueschinger selbstverständlich ist, ist nun auch amtlich bestätigt und künftig schon auf dem Ortsschild ersichtlich: Donaueschingen wird ab dem 1. Januar 2022 Donauquellstadt. Im Rahmen einer virtuellen Feierstunde nahm Oberbürgermeister Erik Pauly die Auszeichnung am Donnerstag, 9. November durch Innenminister Thomas Strobl entgegen. Einen Antrag auf die Zusatzbezeichnung hatte die Stadt mit Zustimmung des Gemeinderats Anfang des Jahres gestellt, nachdem die Zulässigkeit von Zusatzbezeichnungen für Kommunen in der Gemeindeordnung neu geregelt worden war.

„Mit dieser Auszeichnung wird in besonderer Weise gewürdigt, welchen Stellenwert die Donauquelle seit jeher für die Stadt selbst, für deren Identität sowie für die Bürgerinnen und Bürger innehatte und nach wie vor hat“, freut sich der Oberbürgermeister. Und auch an Strahlkraft nach außen mangelt es nicht: Als touristisches Alleinstellungsmerkmal lockt die Donauquelle jährlich tausende Gäste aus dem In- und Ausland nach Donaueschingen, dies insbesondere auch aus den Anrainer-Staaten der Donau.

Zahlreiche historische Quellen stellen die Bedeutung der Donauquelle in Donaueschingen über die Jahrhunderte hinweg heraus, angefangen beim ältesten Zeugnis aus dem Jahr 15 v. Chr., das schildert, wie der römische Feldherr und spätere Kaiser Tiberius vom Bodensee gen Norden ritt und dort „nach einer Tagesreise die Quellen der Donau“ fand. Nach den ältesten römischen Quellen finden sich in zahlreichen mittelalterlichen Chroniken und Karten Hinweise auf die Donauquelle in Donaueschingen. Die älteste genaue Darstellung findet sich in der 1544 veröffentlichten Cosmographia des Sebastian Münster, in welcher die Donauquelle kartographisch präzise verortet wird. Zu jener Zeit ist die Ortsbezeichnung Donaueschingen für das 889 erstmals urkundlich erwähnte „Eschingen“ bereits geläufig, was den Stellenwert der Donau und deren Quelle für den Ort schon zur damaligen Zeit unterstreicht.

Die Stadt Donaueschingen versteht sich daher seit jeher als Donauquellstadt, weshalb sie stets danach bestrebt ist, die Donauquelle und die Junge Donau in angemessenem Rahmen zu präsentieren sowie erlebbar und im Stadtbild sichtbar zu machen. Bereits von 2013 bis 2015 wurde die Donauquelle samt dem umliegenden Residenzbereich einer umfassenden Sanierung unterzogen und erstrahlt seither in neuem Glanz. Die Einfassung sowie eine über der Quelle positionierte Skulpturengruppe wurden aufwändig restauriert und die Quelle durch eine breitere Treppe und einen Aufzug auch barrierefrei zugänglich gemacht. Unmittelbar neben der Quelle wurde ein interaktives Info-Terminal mit zahlreichen Informationen zur Donau installiert.

Doch die Donauquellstadt kann noch mit mehr aufwarten: Mit der historischen Donauquelle und dem Donauursprung, dem Zusammenfluss von Brigach und Breg, der aktuell mit großem Aufwand renaturiert und aufgewertet wird, befinden sich die beiden markantesten Orte am Einstieg des europäischen Donauraums in Donaueschingen.

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